Weltmusik - brasilianisch
Was einem das Klicken im www so manchmal beschert. Am Wochenende wars eine musikalische Neuentdeckung. Für mich. Kenner der Szene werden sie schon lange kennen. Eine Sängerin aus Brasilien. Badi Assad. Ich habe mich ihr in Raten angenähert. Zuerst alle Songs der neuen CD bei iTunes probehört, dann einen gekauft. Wenig später hab ich mir dann die ganze CD geleistet. Der Einstiegssong bleibt aber (noch) mein Favorit. Wieder mal so ein kleiner, feiner musikalischer Geniestreich:
Badi Assad - Asa Branca 1.10 kurz und doch so viel drin. Vor allem die mit dem Mund erzeugten Geräusche haben es mir angetan ... Aber auch der Rest der CD ist sehr vielseitig, schön akustisch und ihre Stimme klingt sehr natürlich Mehr Musiktipps (mit Zeichnungen) im Blog auf meiner eigenen Seite.
Mittwoch, 25. Januar 2006
zur Sache - schwermetallisch
An meinen Musiktipps kann mensch ja unschwer erkennen: Ich bin kein hartgesottener Metal-Fan. Hin und wieder genieße ich aber den "Drive" und die "Power" einiger Metal-Klassiker. Heute ist es
Iron Maiden - »Run to the Hills«
und zwar in der »live«-Version aus Rio. Ein irres Publikum. 250 000 mitgrölende Fans! Melodic-Metall mit ausreichend Speed ... (für den Headbanger in mir *g*)
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Sonntag, 22. Januar 2006
Bill Bruford - mal akustisch
Als ich mich gestern mit der Band-Geschichte von »Yes« beschäftigt habe, bin ich auch wieder auf Bill Bruford gestoßen. Hab mir dann eine Compiliation von Bill Bruford's Earthworks »Heavenly Bodies« angehört. Besonders imponiert haben mir die »live«-Aufnahmen, die auf übertriebene Sound-Tüfteleien verzichten, z.B.
»Pigalle«
Die Bläser spielen sehr melodiös, abwechslungsreich und mit viel Einfühlungsvermögen. Das Akkordeon sorgt für den Groove und Bill's Schlagzeug trifft genau die Mitte zwischen Rhythmus und Melodie.
Auf Bill's Homepage gibts einige Audio- und Video-Samples.
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Dienstag, 17. Januar 2006
re-visits V - Eternal Flame
Einer der Klassiker zum Mit- und Selbersingen schlechthin. Meine Tochter (12) singt ihn gerade im Musikunterricht. Und die 8b machte diesem Lied heute morgen ein Riesenkompliment:
Das beste Lied, das wir bisher in Musik gesungen haben
Mir gefällt das Original immer nach am besten. Die Schülerinnen und Schüler kennen aber mittlerweile die Version von Atomic Kitten besser. Ist aber auch nicht so wichtig. Wir habens nur mit Klavier gesungen und niemand fragte nach einer CD!
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Sonntag, 15. Januar 2006
re-visits IV - Streets of London
Der Klassiker von Ralph McTell begegnete mir wieder. Diesmal war eher Englisch der Anlass. Die dritte Einheit in unserem Buch behandelt London vom landeskundlichen Aspekt. Für Musik (in MSG) habe ich nach Brücken oder Anknüpfungspunkten gesucht.
könnte eigentlich ja auch Streets of New York, Paris oder Hamburg heißen. Der Text will einen nachdenklich machen und in Phasen (unbegründeten oder zu starken) Selbstmitleids an die Hand nehmen. Beim Spaziergang durch die Straßen Londons begegnen dem Hörer dann Menschen, die mit ihrem Leben nur schwer klar kommen. Es wird nicht bewertet oder diskutiert, die Schuldfrage nicht gestellt nur hingeschaut ...
Das Lied gibt es in erstaunlich unterschiedlichen Cover-Versionen. Alle funktionieren ganz gut. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Original nur auf der akustischen Gitarre begleitet wird.
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Montag, 09. Januar 2006
Yothu Yindi - aboriginal music
Bei den Vorbereitungen zu Unterrichtseinheit »Musik anderer Kulturen« habe ich mich diesmal an Musik aus Australien und dort die Musik der Aborigines herangewagt. Das ist Musik - wirklich aus einer ganz anderen Welt, auch musikalisch.
Sie klingt für unsere "mozartgewöhnten" Ohren recht melodiearm. Die Musik wird inaltlich getragen und geprägt von den mündlich überlieferten Geschichten der Aborigines. Die drei wichtigesten Instrumente sind:
1. Das Didgeridoo: ein von Termiten ausgehöltes Eukalyptus-Holz, dessen Luftsäule durch die vibrierenden Lippen des Spielers in Schwingung versetzt wird. Durch Zirkularatmung können die Instrumentalisten "Töne" und "Linien" über mehrere Minuten halten.
2. Die Clapsticks, die aboriginal Klanghölzer.
3. Die Bullroarer: Das sind Schwirrhözer. An einer Schnur wird dieses relativ flache Holzstück durch die Luft gewirbelt, so dass ein schwirrender bis "brüllender" Klang entsteht.
Alle Instrumente werden kunstvoll verziert.
Zu hören gibt es ganz ursprüngliche aboriginal music kaum auf CD. Die ziemlich bekannte Band Yothu Yindi hat auf ihrer CD Gapu ein Stück, dass sehr "original" klingt:
Yothu Yindi - »djilawurr« (jungle fowl = ein Tier, Geflügel)
Donnerstag, 05. Januar 2006
My Eyes, yes, meine Augen
Heute erhielt ich mein selbst ausgesuchtes Weihnachtsgeschenk. Meinen Amazon-Gutschein habe ich gegen die DVD Yes »Songs from Tsongas« (35th Anniversary Concert, 2004) eingelöst. Die kam heute (pünktlich!) mit der Post. Ich habe es bisher nur geschafft, die erste der beiden DVDs anzuschauen. Dafür lief die dann gleich mehrmals - zumindest in Ausschnitten. Das 3. Lied vor der Pause kannte ich noch nicht. Es ist ziemlich kurz, aber genial:
Yes »My Eyes«Die komplementären Rhythmen erzeugen einen unheimlich guten Groove. Dabei ist das Lied sehr vokal angelegt. Die Drums sind sehr dezent - aber als treibende Kraft - eingesetzt. Steve Howe darf auch mal so richtig tief singen. Das alles zusammen klingt nach Yes und macht doch wieder Türen in neue Klangwelten auf. Überhaupt ist die ganze DVD von der Atmosphäre her einmalig, obwohl Chris Squires Bass manchmal ganz leicht verstimmt klingt. Das Bühnenbild von Roger Dean ist eindrucksvoll und auch einmalig beleuchtet!
Mehr => Musiktipps vom selben Autor.
Mittwoch, 04. Januar 2006
Röyksopp
Ich bin ja sonst eigentlich eher ein Fan von akustischer oder zumindest handmade music. Vielleicht war es wieder einmal ein Video, das mir die Türen zu (für mich) neuer Musik geöffnet hat.
Über die Band weiß ich so gut wie nichts. Sie kommen wohl aus Skandinavien. Die Musik spricht für sich. Besonders angetan hat es mir
Röyksopp »Alpha Male« (aus »The Understanding«)
Das Stück beginnt ohne Drums, dafür aber mit einem einmaligen Accelerando. Über 2.16 min zieht sich das hin, es wirkt so, als ob es mit potenzierter Geschwindigkeit abläuft. Anfangs kaum zu hören, haut es einen am Schluss fast um, und dann setzt ein wunderbarer Instrumentaltitel ein. Bei iTunes läuft so was als Dance. Bin mir nicht sicher, d.h. doch: es ist mehr! Es ist gute Musik!
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Dienstag, 03. Januar 2006
Born on January 3rd 1982
Wow! Bruce Springsteen ist der Georg Friedrich Händel des Singer-Songwriter-Rocks. Händel brauchte für seinen »Messias« 24 Tage (und Nächte). Springsteen benötigte für »Nebraska« (und Teile von »Born in the USA«) nur einen 4Spur-Recorder und nicht einmal 4 Stunden. Das ganze soll am 3. Januar 1982 geschehen sein.
Bruce Springsteen - »Nebraska«
| 3. Januar 1982 |
Springsteen sitzt auf einem Stuhl in seinem Schlafzimmer, schaltet einen 4-Spur Rekorder an und nimmt seine Gitarre. Während drei Stunden nimmt er das Album Nebraska und die Hälfte der Songs, die später zu Born in the USA werden auf. (Rechtschreibfehler wurden von mir korrigiert) |
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Quelle: http://www.marys-place.de/Blood_brothers/Bruce.htm
Dann ist heute wohl der Tag, dieses Album mal so richtig wieder zu hören. Viel Vergnügen wünscht abbasicherTD.
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Montag, 02. Januar 2006
Chameleon
Der Klassiker im Bereich Fusion
Herbie Hancock »Chameleon«
Es beginnt mit einem Synthi-Riff (4x), dann kommen die Drums dazu (4x), der Bass (4x), die Rhythmusgitarre (4x) bevor endlich die Bläser (elektronisch verfremdet) einsetzen. Das Riff läuft den ganzen Song über durch: Das sind immerhin 7:39 ... Die Variationen sind da, aber sehr unaufdringlich (hat was von MInimal-Music). Kurz vor der Halbzeit: ein Break, Neustart mit Sythi-Riff und Drums, verschiedene Soli werden integriert. Alle Klänge sehr elektronisch.
Wer's gerne etwas weniger elektonisch hört, kann ja die Version von Maynard Fergeson wählen: Kürzer! Sie lebt von Maynards einmaligem Trompetensound (hoch und powerful, muss mensch mögen)
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Sonntag, 01. Januar 2006
2006 mit dem »Herrn Mozart«
Auf 3Sat gibts heute den ganzen Tag (fast rund um die Uhr) Mozart pur, oder Mozart satt - je nach Blickwinkel. Auf SWR2 liest Klaus Maria Brandauer in diesem Jahr den täglichen Mozartbrief. Unzählige Neueinspielungen werden aufgenommen und wollen verkauft werden.
Mir hilft es da als Gegengewicht Mozart wirken zu lassen. Sich auch einmal die Worte verkneifen oder sich dem Druck entziehen für Alles und Jedes Worte finden zu müssen. Ich bin immer noch dabei Mozart zu entdecken - und wie bei guter Musik oft, hört das nie auf.
Werde mir nachher ein Klavierkonzert anhören, wahrscheinlich das »Jeunehomme« (KV 271) in der Aufnahme mit Andreas Staier und dem Concerto Köln. Das passt für mich gut für diese Stimmung des Übergangs am Jahreswechsel.
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